Hydraulischer Abgleich Förderung Rechner

BAFA-Förderrechner für Hydraulischen Abgleich

Ermitteln Sie Ihren individuellen Förderbetrag für die Heizungsoptimierung und sparen Sie bares Geld

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Hinweis: Die Mindestfördersumme beträgt 300 Euro. Die förderfähigen Kosten sind auf 30.000 Euro pro Wohneinheit begrenzt.

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Was ist hydraulischer Abgleich?

Der hydraulische Abgleich ist eine Optimierungsmaßnahme für Heizungsanlagen, bei der die Durchflussmengen des Heizwassers in allen Heizkörpern oder Heizkreisen präzise aufeinander abgestimmt werden. Dadurch wird jeder Raum gleichmäßig mit der benötigten Wärme versorgt, während der Energieverbrauch sinkt.

Vorteile des hydraulischen Abgleichs

  • Reduzierung der Heizkosten um bis zu 10-15% pro Jahr
  • Gleichmäßige Wärmeverteilung in allen Räumen
  • Vermeidung von störenden Fließgeräuschen in der Heizung
  • Längere Lebensdauer der Heizungsanlage durch optimierte Betriebsweise
  • Beitrag zum Klimaschutz durch reduzierten CO₂-Ausstoß
  • Staatliche Förderung von bis zu 20% der Kosten

Wann lohnt sich ein hydraulischer Abgleich?

Ein hydraulischer Abgleich ist besonders sinnvoll, wenn einige Heizkörper nicht richtig warm werden, während andere überhitzen, die Heizung gluckert oder pfeift, oder die Heizkosten unerwartet hoch ausfallen. Auch nach dem Austausch von Heizkörpern oder Fenstern sollte ein Abgleich durchgeführt werden.

Schritt für Schritt zur Förderung

  1. Energieberater oder Fachbetrieb kontaktieren
    Wenden Sie sich an einen qualifizierten Energieberater oder einen Fachbetrieb für Heizungstechnik. Diese erstellen ein Angebot für den hydraulischen Abgleich und beraten Sie zu weiteren Optimierungsmaßnahmen.
  2. Förderantrag online stellen
    Registrieren Sie sich im BAFA-Portal und stellen Sie den Förderantrag, bevor Sie den Auftrag erteilen. Laden Sie das Angebot und die technische Projektbeschreibung hoch. Nach Prüfung erhalten Sie eine Zuwendungsnummer.
  3. Maßnahme beauftragen und durchführen lassen
    Erst nach Erhalt der Zuwendungsnummer dürfen Sie den Auftrag erteilen. Der Fachbetrieb führt den hydraulischen Abgleich durch und stellt die Heizkurve optimal ein. Die Maßnahme muss innerhalb von 24 Monaten abgeschlossen werden.
  4. Verwendungsnachweis einreichen
    Nach Abschluss der Arbeiten reichen Sie die Rechnung und das Fachunternehmererklärungsformular beim BAFA ein. Die Förderung wird nach Prüfung ausgezahlt.
Wichtig: Der Förderantrag muss vor Auftragserteilung gestellt werden. Nachträgliche Anträge werden nicht akzeptiert.

Fördervoraussetzungen im Überblick

Kriterium Anforderung
Gebäudeart Wohngebäude in Deutschland
Heizungsalter Mindestens 2 Jahre alt (bei Biomasse-Heizungen keine Altersgrenze)
Durchführung Hydraulischer Abgleich nach Verfahren B
Fachbetrieb Durchführung durch qualifizierten Fachbetrieb erforderlich
Mindestinvestition 300 Euro förderfähige Kosten
Antragstellung Vor Auftragserteilung beim BAFA
Kombination Kombinierbar mit anderen BEG-Fördermaßnahmen

Zusätzlich förderfähige Maßnahmen

Neben dem hydraulischen Abgleich werden im Rahmen der Heizungsoptimierung auch folgende Maßnahmen gefördert:

  • Austausch oder Optimierung von Heizungspumpen
  • Anpassung der Vorlauftemperatur und Heizkurve
  • Dämmung von Rohrleitungen
  • Einbau von Einzelraumtemperaturreglern
  • Optimierung der Regelungstechnik
  • Pufferspeicher für bestehende Heizungsanlagen

Kostenbeispiele

Die tatsächlichen Kosten für einen hydraulischen Abgleich hängen von verschiedenen Faktoren ab, insbesondere von der Größe des Gebäudes und der Komplexität der Heizungsanlage.

Gebäudegröße Durchschnittliche Kosten Förderung (15%) Förderung (20% mit iSFP) Eigenkosten
Einfamilienhaus (6-8 Heizkörper) 800-1.200 € 120-180 € 160-240 € 640-1.040 €
Großes Einfamilienhaus (10-15 Heizkörper) 1.200-1.800 € 180-270 € 240-360 € 960-1.560 €
Mehrfamilienhaus (3 Wohneinheiten) 2.500-3.500 € 375-525 € 500-700 € 2.000-3.000 €
Mehrfamilienhaus (6 Wohneinheiten) 4.000-6.000 € 600-900 € 800-1.200 € 3.200-5.200 €
Tipp: Die Investition in einen hydraulischen Abgleich amortisiert sich durch die reduzierten Heizkosten in der Regel innerhalb von 3-5 Jahren, besonders bei älteren Heizungsanlagen mit hohem Optimierungspotenzial.

Häufig gestellte Fragen

Kann ich die Förderung auch nachträglich beantragen? +

Nein, der Förderantrag muss zwingend vor der Auftragserteilung beim BAFA gestellt werden. Nachträgliche Anträge werden grundsätzlich abgelehnt. Planen Sie daher genügend Zeit für die Antragstellung ein, bevor Sie den Auftrag an einen Fachbetrieb erteilen.

Was bedeutet hydraulischer Abgleich nach Verfahren B? +

Verfahren B ist die präzisere Methode des hydraulischen Abgleichs. Dabei wird für jeden Raum individuell die benötigte Heizlast berechnet und die Durchflussmenge entsprechend eingestellt. Im Gegensatz zum vereinfachten Verfahren A berücksichtigt Verfahren B Faktoren wie Raumgröße, Dämmung und Fensterqualität. Für die BAFA-Förderung ist ausschließlich Verfahren B zulässig.

Was ist der iSFP-Bonus und wie erhalte ich ihn? +

Der iSFP steht für individueller Sanierungsfahrplan und ist eine systematische Beratung durch einen Energieberater, die einen langfristigen Sanierungsplan für Ihr Gebäude erstellt. Wenn der hydraulische Abgleich Teil dieses Sanierungsfahrplans ist, erhöhen sich die Fördermittel um weitere 5 Prozentpunkte auf insgesamt 20%. Der iSFP selbst wird ebenfalls mit bis zu 80% gefördert.

Wie lange dauert die Bearbeitung des Förderantrags? +

Die Bearbeitungszeit beim BAFA beträgt in der Regel 4-8 Wochen. In Zeiten hoher Nachfrage kann es auch länger dauern. Erst nach Erhalt der Zuwendungsnummer dürfen Sie den Auftrag erteilen. Planen Sie diese Wartezeit bei Ihrem Projekt ein.

Können auch Mieter die Förderung beantragen? +

Grundsätzlich kann jeder Eigentümer eines Wohngebäudes die Förderung beantragen, unabhängig davon, ob das Gebäude selbst genutzt oder vermietet wird. Als Mieter müssen Sie den Vermieter von der Maßnahme überzeugen, da dieser als Eigentümer antragsberechtigt ist. Die eingesparten Heizkosten kommen jedoch direkt den Mietern zugute.

Kann ich mehrere Förderungen kombinieren? +

Die BAFA-Förderung für den hydraulischen Abgleich kann mit anderen Fördermaßnahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) kombiniert werden, zum Beispiel mit der Förderung für eine neue Wärmepumpe oder Solarthermieanlage. Eine Doppelförderung für dieselbe Maßnahme ist jedoch ausgeschlossen. Regionale Förderprogramme können teilweise zusätzlich in Anspruch genommen werden.

Welche Unterlagen benötige ich für den Antrag? +

Für den Förderantrag benötigen Sie ein Angebot eines Fachbetriebs, eine technische Projektbeschreibung, die das Fachunternehmen erstellt, und gegebenenfalls den individuellen Sanierungsfahrplan. Nach Durchführung der Maßnahme müssen Sie die Rechnung, das ausgefüllte Fachunternehmererklärungsformular und einen Nachweis über die Bezahlung einreichen.

Gibt es eine maximale Fördersumme? +

Die förderfähigen Kosten sind auf 30.000 Euro pro Wohneinheit begrenzt. Bei umfangreichen Sanierungsmaßnahmen kann dieser Betrag auf bis zu 60.000 Euro erhöht werden. Die Mindestfördersumme beträgt 300 Euro. Das bedeutet, dass Ihre Investition mindestens 2.000 Euro betragen muss, um die Mindestförderung zu erreichen.

Energieeinsparung durch hydraulischen Abgleich

Ein korrekt durchgeführter hydraulischer Abgleich führt zu messbaren Einsparungen bei Heizkosten und CO₂-Emissionen. Die tatsächliche Höhe der Einsparung hängt vom Ausgangszustand der Heizungsanlage ab.

Ausgangssituation Einsparung Heizkosten CO₂-Reduktion Amortisationszeit
Deutliche Ungleichverteilung, alte Pumpe 10-15% 10-15% 2-4 Jahre
Leichte Ungleichverteilung, neuere Pumpe 5-10% 5-10% 4-6 Jahre
Optimierung nach Sanierung 3-7% 3-7% 5-8 Jahre

Beispielrechnung für ein Einfamilienhaus

Bei jährlichen Heizkosten von 2.000 Euro und einer Einsparung von 10% sparen Sie 200 Euro pro Jahr. Mit Investitionskosten von 1.000 Euro abzüglich 200 Euro Förderung (20%) bleiben 800 Euro Eigenkosten. Die Maßnahme amortisiert sich somit bereits nach 4 Jahren, während Sie danach Jahr für Jahr profitieren.

Alternative und zusätzliche Förderungen

Neben der BAFA-Förderung für Heizungsoptimierung gibt es weitere Förderprogramme, die Sie für energetische Maßnahmen nutzen können:

KfW-Ergänzungskredit

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau bietet einen zinsgünstigen Ergänzungskredit zur BAFA-Förderung an. Dieser kann für den nicht geförderten Kostenanteil genutzt werden und erleichtert die Finanzierung größerer Sanierungsprojekte.

Steuerliche Förderung

Alternativ zur BAFA-Förderung können Sie energetische Sanierungsmaßnahmen über drei Jahre verteilt steuerlich absetzen. Die Steuerermäßigung beträgt 20% der Aufwendungen, maximal 40.000 Euro pro Objekt. Diese Option eignet sich besonders für Selbstnutzer mit höherer Steuerlast.

Regionale Förderprogramme

Einige Bundesländer, Kommunen und Stadtwerke bieten zusätzliche Förderprogramme an. Beispielsweise fördert die Stadt Düsseldorf den hydraulischen Abgleich mit zusätzlichen 20% im Programm Klimafreundliches Wohnen. Erkundigen Sie sich bei Ihrer Kommune nach lokalen Angeboten.

Hinweis: Eine Kombination von BAFA-Förderung und steuerlicher Absetzung für dieselbe Maßnahme ist nicht möglich. Sie müssen sich für eine Förderart entscheiden. Regionale Zuschüsse können teilweise zusätzlich zur BAFA-Förderung beantragt werden.

Den richtigen Fachbetrieb finden

Die Durchführung des hydraulischen Abgleichs muss durch ein qualifiziertes Fachunternehmen erfolgen. Worauf Sie bei der Auswahl achten sollten:

  • Zertifizierung für hydraulischen Abgleich nach Verfahren B
  • Erfahrung mit BAFA-geförderten Maßnahmen
  • Verwendung professioneller Berechnungssoftware
  • Detailliertes Angebot mit Aufschlüsselung der Einzelleistungen
  • Ausfüllen der erforderlichen Nachweisformulare
  • Referenzen und Kundenbewertungen

Leistungen des Fachbetriebs

Ein vollständiger hydraulischer Abgleich umfasst folgende Schritte:

  1. Bestandsaufnahme
    Erfassung aller relevanten Daten wie Raumgrößen, Heizkörpertypen, Rohrleitungen und Dämmung.
  2. Heizlastberechnung
    Ermittlung des Wärmebedarfs für jeden Raum nach DIN EN 12831.
  3. Einstellung der Thermostatventile
    Justierung oder Austausch der Ventile zur Durchflussregulierung.
  4. Optimierung der Heizkurve
    Anpassung der Vorlauftemperatur an die tatsächlichen Anforderungen.
  5. Dokumentation
    Erstellung der technischen Projektbeschreibung und Nachweisdokumentation.
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