Elterngeld Plus Rechner 2026 | Anspruch berechnen

Elterngeld Plus Rechner 2026

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Was bedeutet dieses Ergebnis?

Was ist Elterngeld Plus?

Elterngeld Plus ist eine flexible Variante des Elterngeldes, die speziell für Eltern entwickelt wurde, die während der Elternzeit in Teilzeit arbeiten möchten. Im Gegensatz zum Basiselterngeld wird Elterngeld Plus in halber Höhe ausgezahlt, dafür aber über einen doppelt so langen Zeitraum. Während Basiselterngeld maximal 14 Monate lang bezogen werden kann, ermöglicht Elterngeld Plus eine Bezugsdauer von bis zu 28 Monaten.

Der wesentliche Vorteil liegt darin, dass Eltern ihre berufliche Tätigkeit und die Betreuung ihres Kindes besser vereinbaren können. Jedes Basiselterngeld-Monat kann in zwei Elterngeld-Plus-Monate umgewandelt werden. Dies bedeutet mehr Flexibilität für Familien, die ihre Erwerbstätigkeit während der ersten Lebensjahre des Kindes nicht vollständig unterbrechen möchten.

Vorteile von Elterngeld Plus

Längere Bezugsdauer

Statt 12 Monate Basiselterngeld erhalten Sie bis zu 24 Monate Elterngeld Plus. Bei Partnermonden und Partnerschaftsbonus sind sogar bis zu 32 Monate möglich.

Bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Sie können während des Elterngeldbezugs zwischen 15 und 30 Wochenstunden arbeiten, ohne dass Ihr Elterngeld stark gekürzt wird. Das Teilzeiteinkommen wird günstiger angerechnet als beim Basiselterngeld.

Höheres Gesamteinkommen

Durch die Kombination von Teilzeitgehalt und Elterngeld Plus haben Sie oft ein höheres monatliches Gesamteinkommen als mit Basiselterngeld bei Teilzeitarbeit.

Partnerschaftsbonus

Wenn beide Elternteile gleichzeitig in Teilzeit arbeiten, können Sie jeweils vier zusätzliche Elterngeld-Plus-Monate erhalten. Dies fördert die partnerschaftliche Aufteilung der Kinderbetreuung.

Sanfter Wiedereinstieg

Der schrittweise Wiedereinstieg in den Beruf wird erleichtert, da Sie über einen längeren Zeitraum finanzielle Unterstützung erhalten und gleichzeitig beruflich aktiv bleiben können.

Vergleich: Basiselterngeld vs. Elterngeld Plus

Kriterium Basiselterngeld Elterngeld Plus
Höhe der monatlichen Leistung 65-67% des Einkommenswegfalls (mind. 300 €, max. 1.800 €) 50% des Basiselterngeldanspruchs (mind. 150 €, max. 900 €)
Maximale Bezugsdauer (ein Elternteil) 12 Monate 24 Monate
Maximale Bezugsdauer (beide Elternteile) 14 Monate 28 Monate
Mit Partnerschaftsbonus Nicht möglich Bis zu 32 Monate
Teilzeitarbeit während Bezug Möglich, führt aber zu deutlicher Kürzung Speziell dafür konzipiert, günstigere Anrechnung
Erlaubte Arbeitszeit pro Woche 0-30 Stunden 15-30 Stunden (für vollen Bezug)
Gesamtsumme bei voller Ausschöpfung Höher pro Monat, kürzere Dauer Niedriger pro Monat, längere Dauer
Ideal für Vollständige Unterbrechung der Erwerbstätigkeit Teilzeitarbeit während Elternzeit

So wird Elterngeld Plus berechnet

Berechnungsformel:

Elterngeld Plus entspricht maximal der Hälfte des Basiselterngeldanspruchs, den Sie ohne Teilzeiteinkommen nach der Geburt hätten. Arbeiten Sie in Teilzeit, wird das Elterngeld Plus nicht höher sein als das Basiselterngeld, das Sie bei dieser Teilzeittätigkeit erhalten würden.

Schritt-für-Schritt-Berechnung:

  1. Nettoeinkommen vor der Geburt ermitteln: Berechnen Sie den Durchschnitt Ihres monatlichen Nettoeinkommens aus den letzten 12 Monaten vor der Geburt des Kindes.
  2. Ersatzrate bestimmen: Die Ersatzrate beträgt in der Regel 65% des Einkommensverlusts. Bei niedrigerem Einkommen kann sie bis zu 67% betragen, bei höherem Einkommen sinkt sie entsprechend.
  3. Basiselterngeld ohne Teilzeit berechnen: Multiplizieren Sie Ihr Nettoeinkommen vor der Geburt mit der Ersatzrate (z.B. 2.000 € × 0,65 = 1.300 €).
  4. Elterngeld Plus ermitteln: Das maximale Elterngeld Plus beträgt 50% des Basiselterngeldanspruchs (z.B. 1.300 € ÷ 2 = 650 €).
  5. Teilzeiteinkommen berücksichtigen: Wenn Sie während der Elternzeit arbeiten, wird der Einkommensverlust berechnet (Einkommen vor Geburt minus Einkommen nach Geburt) und davon 65% als Basiselterngeld ermittelt. Das Elterngeld Plus darf nicht höher sein als dieses Basiselterngeld.
  6. Zuschläge addieren: Geschwisterbonus (10% oder mindestens 75 € Aufschlag) und Mehrlingszuschlag (300 € pro weiterem Kind) werden hinzugefügt.
  7. Einkommensgrenze prüfen: Ab einem zu versteuernden Jahreseinkommen von 175.000 € (für Paare und Alleinerziehende) besteht kein Anspruch auf Elterngeld.

Rechenbeispiele

Beispiel 1: Teilzeitarbeit mit 40% des vorherigen Einkommens

Ausgangssituation: Nettoeinkommen vor Geburt 2.000 €/Monat, nach Geburt Teilzeitarbeit mit 800 €/Monat

Basiselterngeld ohne Teilzeit: 2.000 € × 0,65 = 1.300 €/Monat für max. 12 Monate = 15.600 € gesamt

Basiselterngeld mit Teilzeit: (2.000 € – 800 €) × 0,65 = 780 €/Monat für max. 12 Monate = 9.360 € gesamt

Elterngeld Plus: 650 €/Monat (50% von 1.300 €) für max. 24 Monate = 15.600 € gesamt

Fazit: Mit Elterngeld Plus erhalten Sie die gleiche Gesamtsumme wie Basiselterngeld ohne Teilzeit, können aber zusätzlich 24 Monate lang je 800 € dazuverdienen. Gesamteinkommen: 1.450 €/Monat über 24 Monate.

Beispiel 2: Geringfügige Teilzeit

Ausgangssituation: Nettoeinkommen vor Geburt 1.500 €/Monat, nach Geburt Teilzeitarbeit mit 400 €/Monat

Basiselterngeld ohne Teilzeit: 1.500 € × 0,65 = 975 €/Monat

Basiselterngeld mit Teilzeit: (1.500 € – 400 €) × 0,65 = 715 €/Monat

Elterngeld Plus: 487,50 €/Monat (50% von 975 €) für max. 24 Monate

Gesamteinkommen pro Monat: 400 € + 487,50 € = 887,50 € über 24 Monate

Gesamtsumme: 11.700 € (deutlich mehr als die 8.580 € bei Basiselterngeld mit Teilzeit über 12 Monate)

Häufig gestellte Fragen

Kann ich Basiselterngeld und Elterngeld Plus kombinieren?
Ja, Sie können beide Varianten flexibel kombinieren. Sie können beispielsweise in den ersten Monaten Basiselterngeld beziehen und danach zu Elterngeld Plus wechseln. Diese Kombination ermöglicht maximale Flexibilität bei der Gestaltung Ihrer Elternzeit.
Wie viele Stunden darf ich bei Elterngeld Plus arbeiten?
Sie dürfen während des Elterngeld-Plus-Bezugs bis zu 30 Wochenstunden arbeiten. Für den vollen Elterngeld-Plus-Betrag ist eine Teilzeitarbeit zwischen 15 und 30 Wochenstunden ideal. Bei weniger als 15 Stunden wird das Elterngeld wie bei einer vollständigen Unterbrechung der Erwerbstätigkeit berechnet.
Wann lohnt sich Elterngeld Plus besonders?
Elterngeld Plus lohnt sich besonders, wenn Sie während der Elternzeit in Teilzeit arbeiten möchten. Je mehr Sie in Teilzeit verdienen, desto vorteilhafter wird Elterngeld Plus im Vergleich zum Basiselterngeld. Auch wenn Sie Ihre Elternzeit über einen längeren Zeitraum strecken möchten, ist Elterngeld Plus die bessere Wahl.
Was ist der Partnerschaftsbonus?
Der Partnerschaftsbonus gewährt jedem Elternteil vier zusätzliche Elterngeld-Plus-Monate, wenn beide gleichzeitig für mindestens vier aufeinanderfolgende Monate zwischen 15 und 30 Wochenstunden arbeiten. So können Paare insgesamt bis zu 32 Monate Elterngeld erhalten. Alleinerziehende können den Partnerschaftsbonus ebenfalls nutzen.
Wie wirkt sich das Mutterschaftsgeld auf Elterngeld Plus aus?
Die Zeit, in der Sie Mutterschaftsgeld erhalten (in der Regel 8 Wochen nach der Geburt), wird automatisch als Basiselterngeld-Zeit gewertet. Diese Monate können nicht in Elterngeld-Plus-Monate umgewandelt werden. Wenn Sie 2 Monate Mutterschaftsgeld erhalten, bleiben Ihnen 10 Basiselterngeld-Monate, die Sie in 20 Elterngeld-Plus-Monate umwandeln können.
Gibt es eine Einkommensgrenze für Elterngeld Plus?
Ja, seit dem 1. April 2025 gilt für Elterngeld Plus die gleiche Einkommensgrenze wie für Basiselterngeld. Bei einem zu versteuernden Jahreseinkommen von über 175.000 € besteht kein Anspruch auf Elterngeld, unabhängig davon, ob Sie Paar oder alleinerziehend sind.
Was passiert, wenn mein Teilzeiteinkommen schwankt?
Bei schwankendem Teilzeiteinkommen wird für jeden Lebensmonat des Kindes einzeln berechnet, wie hoch Ihr Elterngeld Plus ausfällt. Verdienen Sie in einem Monat mehr, reduziert sich das Elterngeld entsprechend. Verdienen Sie weniger, erhöht es sich wieder. Die Elterngeldstelle passt die Zahlungen nachträglich an.
Wie beantrage ich Elterngeld Plus?
Sie beantragen Elterngeld Plus bei der zuständigen Elterngeldstelle Ihres Bundeslandes. Der Antrag sollte spätestens drei Monate nach der Geburt gestellt werden, da Elterngeld rückwirkend nur für drei Lebensmonate gezahlt wird. Sie können im Antrag angeben, für welche Monate Sie Basiselterngeld und für welche Sie Elterngeld Plus beziehen möchten.

Antrag und Fristen

Wichtige Fristen beachten:

Elterngeld wird rückwirkend nur für die letzten drei Lebensmonate vor Beginn des Monats gezahlt, in dem der Antrag eingegangen ist. Stellen Sie Ihren Antrag daher rechtzeitig, idealerweise direkt nach der Geburt Ihres Kindes.

Für den Antrag auf Elterngeld Plus benötigen Sie folgende Unterlagen:

  • Geburtsurkunde des Kindes (im Original oder beglaubigter Kopie)
  • Einkommensnachweise der letzten 12 Monate vor der Geburt (Gehaltsabrechnungen)
  • Nachweis über Mutterschaftsgeld und Arbeitgeberzuschuss
  • Bei Selbstständigen: Steuerbescheid und betriebswirtschaftliche Auswertung
  • Bescheinigung des Arbeitgebers über geplante Teilzeittätigkeit während der Elternzeit
  • Bei Geschwisterbonus: Geburtsurkunden der Geschwisterkinder
  • Nachweis über gemeinsamen Haushalt mit dem Kind

Der Antrag kann in Papierform oder zunehmend auch digital über die Elterngeld-Digital-Portale der Bundesländer eingereicht werden. Die Bearbeitungszeit beträgt in der Regel 4 bis 8 Wochen nach Eingang aller erforderlichen Unterlagen.

Strategien zur Optimierung Ihres Elterngeldes

Steuerklassenwechsel vor der Geburt

Wechseln Sie rechtzeitig (mindestens 7 Monate vor Beginn des Mutterschutzes) in eine günstigere Steuerklasse, um Ihr Nettoeinkommen und damit die Berechnungsgrundlage für das Elterngeld zu erhöhen. Dies gilt besonders für Paare, bei denen ein Partner deutlich mehr verdient.

Flexible Aufteilung zwischen den Eltern

Planen Sie gemeinsam mit Ihrem Partner, wie Sie die Elternzeit aufteilen. Durch geschickte Kombination von Basiselterngeld und Elterngeld Plus können Sie die Gesamtsumme maximieren und beide Karrieren bestmöglich berücksichtigen.

Partnerschaftsbonus nutzen

Arbeiten Sie beide gleichzeitig in Teilzeit, um die zusätzlichen Partnerschaftsbonus-Monate zu erhalten. Dies verlängert den Elterngeldbezug um insgesamt 8 Monate und fördert eine gleichberechtigte Aufgabenteilung.

Einmalzahlungen strategisch planen

Vermeiden Sie hohe Einmalzahlungen wie Boni in den 12 Monaten vor der Geburt, wenn diese Ihr durchschnittliches Monatseinkommen künstlich erhöhen würden. Verhandeln Sie gegebenenfalls eine Verschiebung solcher Zahlungen.

Quellenverzeichnis

  • Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (2025). Elterngeld und ElterngeldPlus: Das Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetz (BEEG). Berlin: BMFSFJ.
  • Bundeszentralamt für Steuern (2026). Einkommensgrenzen und steuerliche Aspekte des Elterngeldes. Bonn: BZSt.
  • Zentrum Bayern Familie und Soziales (2025). Elterngeld-Arten und Bezugsdauer: Leitfaden für Eltern. Bayreuth: ZBFS.
  • Statistisches Bundesamt (2025). Elterngeld: Beziehende, Bezugsdauer und Höhe nach Bundesländern. Wiesbaden: Destatis.
  • Deutsche Rentenversicherung (2025). Elternzeit und Rentenansprüche: Auswirkungen auf die Altersvorsorge. Berlin: DRV.
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